Dängeli, Michel; Stadelmann, Andreas (2022). Politisch-moralisches Lernen. In: Baumgardt, Iris; Lange, Dirk (eds.) Young Citizens. Handbuch politische Bildung in der Grundschule (pp. 220-228). Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung
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Text
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Die subjektive Sinnbildung über Politik, Wirtschaft und das Zusammenleben stellt den zentralen Gegenstand der politischen Bildung dar. Das politische Bewusstsein kann dabei als Gesamtheit der Vorstellungen und Konzepte verstanden werden, die einem Subjekt zur Verfügung stehen, um sich die wahrgenommene politische Wirklichkeit zu erschließen. Hierzu zählen auch Fragen nach den vermeintlich allgemeingültigen Prinzipien, welche das Zusammenleben leiten. Welche Regeln braucht es für ein friedliches Zusammenleben? Wann ist eine Gesellschaft gerecht? In welchem Verhältnis stehen Freiheit und Gleichheit zueinander? Diese Fragen zählen zum politisch-moralischen Lernen, da sie nach einer wert- und normbasierten Urteilsbildung verlangen. Solche Werte und Normen stehen weder für die Schüler*innen noch für die Gesellschaft überzeitlich und unverrückbar fest, sondern sie unterliegen einem steten Wandel. Gerade in Krisen und Konflikten – sei es auf individueller oder gesellschaftlicher Ebene – wird deren Bedeutung neu ausgelegt oder ihre Gültigkeit ganz grundsätzlich bestritten.
Item Type: |
Book Section (Book Chapter) |
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PHBern Contributor: |
Dängeli, Michel, Stadelmann, Andreas |
ISBN: |
978-3-7425-0777-8 |
Publisher: |
Bundeszentrale für politische Bildung |
Language: |
German |
Submitter: |
Michel Dängeli |
Date Deposited: |
02 Apr 2026 14:59 |
Last Modified: |
03 Apr 2026 18:56 |
PHBern DOI: |
10.57694/8037 |
URI: |
https://phrepo.phbern.ch/id/eprint/8037 |
